Endlich schöne Foodbilder!, Kapitel 5: Die Nachbearbeitung

Viele Kameras haben eine sehr praktische Funktion, mit der du die Bilder direkt von der Speicherkarte auf dein Tablet oder Smartphone ziehen kannst. Beim Sichten der Bilder wirst du wahrscheinlich einiges aussortieren müssen, weil doch ein Bild verwackelt ist, oder weil die Perspektive in dem fertigen Bild doch nicht so spannend aussieht, wie du dir das vorgestellt hast. Auch brauchst du nicht sechsunddreißig Bilder von der frisch geschnittenen Zucchini, sondern vielleicht nur ein. Oder auch gar keins? Du entscheidest! Wenn du dein Rezept veröffentlichst, kannst du ein Bild von allen Zutaten auf einem Haufen gebrauchen und vielleicht ein oder zwei Bilder „in Action“ bei der Vorbereitung. 

Ich persönlich mag es das Anrichten festzuhalten oder auch das Einschenken eines guten Weins. Es sieht einfach toll aus, wenn kleine Bläschen im Weinglas aufsteigen, wenn die Flasche noch auf dem Bild zu erkennen ist und ein leckerer Salat im Hintergrund leicht unscharf zu erkennen ist. Auch hier gilt der Satz: Du entscheidest, was dir gefällt und was du später zeigen möchtest. 

Hast du einen tollen Braten zubereitet, zeig wie du ihn anschneidest und deinen Gästen stolz präsentierst und servierst. 

Bearbeite die Bilder nicht zu sehr. Du kannst im Nachhinein noch etwas an der Belichtung nachfeilen oder den Kontrast etwas höher stellen, um die Farben ein wenig knalliger zu machen. Weniger ist mehr, vertraue ganz deiner Kamera und deinem Können.

Für die Bildnachbearbeitung empfehle ich dir Lightroom von Adobe und vor allem die Version für dein Smartphone oder Tablett. Du kannst das Programm eingeschränkt kostenfrei nutzen. Wenn du allerdings vor hast öfter Bilder zu bearbeiten und dir das Ergebnis wichtig ist. Oder du bist ein aufstrebender Stern am Instagram-Himmel, dann sind 4,99€/Monat gut investiertest Geld.

Was ist sonst noch wichtig?

Je nachdem, ob du beruflich (und dazu zähle ich auch den Social Media Influencer) oder einfach aus Jux und Dollerei fotografierst, vergiss bitte niemals zwei Dinge: 1. Genieße jede Minute, die du mit deinen Freunden, deine Familie oder deinem Partner verbringst. Gutes Essen ist purer Luxus und leider nicht in allen Ländern selbstverständlich. Und 2. Übung macht den Meister. Du kannst nicht erwarten, dass du von heute auf Morgen lernst zu fotografieren. Jeden Tag lernen wir dazu und nur durch das Üben wirst du im Umgang mit deiner Kamera besser. Du musst dazu nicht jedes Mal ein 3-Gänge-Menü kochen. Probiere dich an alltäglichen Dingen aus um deine Technik zu verbessern. Hast du einmal verstanden, wie alles funktioniert, wie Licht, Blende, Belichtungszeit und ISO miteinander funktionieren, kannst du dich ganz den Motiven widmen und alle Einstellungen werden wie beim Autofahren ganz von alleine vorgenommen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren, nachmachen und vor allem guten Appetit!

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