Endlich schöne Foodbilder!, Vorwort und Kapitel 1

Deine Leidenschaft ist das Kochen. Du liebst es morgens über den Wochenmarkt zu schlendern. Du findest an einem Bauernstand all das leckere Gemüse, dass du für dein Grillgericht heute Abend benötigst: Kartoffeln, an denen noch etwas Erde von der Ernte haftet. Wunderbar rote Tomaten, Mais, der noch in seiner natürlichen Verpackung steckt. Zwiebeln und noch einiges mehr.

Bei deinem Fleischer um die Ecke bekommst du ein hervorragendes Steak. Fein marmoriert. Und du weiß jetzt schon, dass deinen Gästen noch beim Lesen des Menüs das Wasser im Munde zusammen läuft. Stundenlang stehst du in der Küche. Du putzt das Gemüse. Das Wasser perlt leicht von den Tomaten ab und vorsichtig brichst du die Blätter um den Maiskolben ab. Das Steak reibst du mit einem guten Olivenöl ein. Kräuter und Knoblauch finden neben dem Stück Fleisch ihren Platz in der Keramikschale zur Vorbereitung. 

Als die Gäste kommen fängst du an zu kochen und wirst bewundert für ein wiedermal leckeres Essen, dass auch noch fantastisch aussieht. 

Das was von diesem Abend bleibt sind viele schöne Erinnerungen und ein kleiner Schnappschuss mit deinem Smartphone. Überbelichtet, ganz nah an einem angeschnittenen Steak auf einem mit Fleischsaft verschmierten Teller. 

Diese Artikelreihe soll dir dabei helfen zu lernen, worauf es beim Kochen wirklich ankommt: Endlich schöne Bilder für deine Follower auf Instagram, Facebook und Co. (Ironie aus). Nein mal im Ernst, es geht darum, den Duft und den Geschmack in einem Bild festzuhalten. Es geht darum, Bilder für die Ewigkeit zu kreieren. Wenn dein Hobby das Kochen ist, möchtest du deinen Enkeln später davon berichten. Dazu kann es nicht schaden den einen oder anderen Kniff an deiner Kamera zu kennen.

Grundsatzfrage: Handy oder Systemkamera? Welche Ausrüstung ist notwendig?

Diese Frage kann man pauschal nicht beantworten. Handykameras werden immer besser. Farben werden dank moderner Software immer intensiver und der Autofokus hilft dir dabei auch nach dem zweiten Glas Rotwein für die gute Bratensoße ein scharfes Bild hinzubekommen. Das Smartphone wirst du wahrscheinlich eher dabei haben, als eine Systemkamera und wie heißt es so schön: Die beste Kamera ist die, die du dabei hast. Mit dem Smartphone bist du oft sehr mobil und kannst schneller die unterschiedlichsten Perspektiven ausprobieren.

Eine Systemkamera wirkt auf den ersten Blick für einen Laien etwas komplizierter in der Handhabung, wenn du dich aber etwas mit der Technik beschäftigst, wirst du dank hoher Auflösung und Einstellung der Blende weichere und natürlichere Bilder machen können. 

Welche Systemkamera du verwenden kannst ist Geschmacksache. Ich persönlich bin mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera von Canon sehr zufrieden. Viel wichtiger nachdem du dich für eine Kamera entschieden hast, ist die Wahl eines geeigneten Objektives. Fragst du 10 Fotografen, bekommst du auch 10 Antworten auf die Frage nach dem Besten. Fragst du mich, würde ich dir ein 50mm Objektiv empfehlen. Der Bildausschnitt kommt dem menschlichen Auge am nächsten. Es gibt in vielen Städten Geschäfte, in denen du dir Objektive leihen kannst. Probiere einfach aus, welches Objektiv am besten zu dir und deinem Ziel passt.

Das ist alles? Ja! Mehr benötigst du nicht. Ich mag Bilder, die so sind wie es wirklich ist: ein gemütlicher Abend mit Freunden. Leidenschaft, die in den Augen des Kochs oder der Köchin glitzert, wenn sie begeistert mit einem scharfen Messer das Gemüse putzen und vorbereiten. 

Möchtest du deine Bilder zusätzlich künstlerisch in Szene setzen, kannst du dir im Baumarkt Holzplatten besorgen und in den unterschiedlichsten Farben streichen, um unterschiedliche Hintergründe auf deinen Bilder zu haben und nicht immer den gleichen Esszimmertisch. Werde kreativ und fang an zu gestalten. Die Foodfotografie lebt von starken Kontrasten. Hast du viele weiße Teller auf denen du anrichtest? Dann Probier dich doch mal an dunklen Grautönen oder knalligen bunten Farben. Du kannst auch mit einem Spachtel die Farbe auftragen und so ein wenig Struktur auf deinen Hintergrund bringen. 

Requisiten? Klar, warum nicht?! Weingläser, Kaffeebohnen, loses Obst und Gemüse. Alles was dein Bild lebendiger macht, ist erlaubt. Achte darauf, dass deine Gläser und Teller ordentlich poliert und sauber sind. Niemand kann schlierige Weingläser auf einem sonst perfekten Foodbild gebrauchen.

Im nächsten Artikel geht’s um das große „Why“, freu dich drauf!

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