5 Tipps für bessere Fotos im Wald

Die Fotografie ist unglaublich facettenreich. Denkt man an Landschaftsfotografie sind es beeindruckende Weiten, ein schönes Spiel zwischen Licht und Schatten und der Blick auf das große Ganze die die Bildkomposition bestimmen.
Das genaue Gegenteil ist hier die Makrofotografie. Mit speziellen Objektiven kannst du sehr nah ein kleine Motive gehen und die wunderschönen Kleinigkeiten der Natur festhalten.

Wie toll wäre es doch das Beste aus beiden Welten zu kombinieren oder? Der perfekte Fotospot muss gar nicht weit weg sein. Geh doch morgen früh mal in den Wald. Wenn die Sonne grade aufgegangen ist und die Welt erwacht, findest du schöne Motive für dein nächstes Instagram-Bild.

In diesem Beitrag habe ich dir ein paar wertvolle Tipps zusammengestellt, die dir zu besseren Fotos verhelfen.

Tipp Nr. 1: Finde einen interessanten Blickwinkel

Hast du dir die Welt schon mal aus der Perspektive deines Haustiers angeschaut (außer dein Haustier ist mit dir bereits auf Augenhöhe)? Geh in die Knie oder leg dich flach auf den Boden und schau durch den Sucher deiner Kamera. Schalte den Bildschirm aus, denn so kannst du deine Umwelt ausblenden und siehst nur das, was deine Kamera sieht. So kann einfaches Gras aus dem richtigen Blickwinkel ganz anders wirken. Vielleicht entdeckst du ja auch einen Käfer, den du im Stehen übersehen hättest.

So sieht unser Hund Nox die Welt, interessant oder?

Tipp Nr. 2: Stell ein markantes Motiv frei

Ich habe viele Bilder aus tollen Wäldern, klasse Lichtverhältnissen und einer perfekten Belichtung gesehen. Wie kann es sein, dass das Bild einen dennoch langweilt? Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist einfach zu viel auf dem Bild.
Daher mein Tipp: Beschränke dich auf ein Motiv. Verwende dann eine größere Blendenöffnung um den Hintergrund unscharf wirken zu lassen und schon sieht die selbe Szene ganz anders aus.

Freigestelltes Motiv mit großer Blendenöffnung

Tipp Nr. 3: Finde Strukturen

Hast du dir schon mal einen umgefallenen Baum genauer angeschaut? Je nach dem wie lange der Baum dort liegt, findest du unglaublich interessante Strukturen: Moos, abgebrochene Äste, morsche Stellen und neues wachsendes Leben in Form von jungen Trieben, die sich zwischen dem toten Baum den Weg bahnen.
Nimm dazu ruhig mal eine Festbrennweite und beweg dich zwischen den Ästen, abseits der Wege um interessante Strukturen zu finden. Nutzen deinen Fußzoom und beweg dich an das Motiv ran, um den optimalen Bildausschnitt zu finden.

Detailaufnahme eines vermoderten, umgestürzten Baumes

Tipp Nr. 4: Langzeitbelichtung geht auch ohne fließendes Wasser

Eine Langzeitbelichtung kann auch im ruhigen Wald interessant sein. Außerdem entschleunigt diese Technik enorm.
Den besten und wertvollsten Tipp, den ich dir geben kann ist daher einen Fernauslöser zu verwenden oder, so mache ich es, einen Selbstauslöser einzustellen.
Langzeitbelichtungen ohne ND-Filter gestalten sich etwas schwieriger, denn du muss genau darauf achten, wie lange du mit den Lichtverhältnissen im Wald belichten kannst. Schnell ist ein Bild, was in deinem Sucher perfekt belichtet ist zu hell. Als Faustformel: Je länger die Belichtungszeit, desto dunkler sollte dein Motiv, bzw. stark dein ND-Filter sein.
Durch die längere Belichtungszeit werden, wie ich finde, mehr Details eingefroren und Bewegungen verwischt. Das Bild wird mit dieser Technik total interessant. Das kannst du mit keinem Bildbearbeitungsprogramm der Welt erzeugen.

Langzeitbelichtung mit Stativ

Tipp Nr. 5: Vignetten in der Nachbearbeitung

Ich bearbeite alle meine Bilder mit Lightroom nach. Hier setze ich keine fancy Filter, sondern versuche das Bild so natürlich wie möglich zu lassen. Mit einer Vignettierung kannst du den Fokus des Bildes noch mehr hervorheben und du erzeugst eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Hier das gleiche Motiv, wie in Tipp Nr. 4 zu sehen. Allerdings bearbeitet in Lightroom und mit einer Vignette versehen.

Habe ich deiner Meinung nach einen Tipp vergessen? Lass‘ es mich in den Kommentaren wissen oder schreib mir eine Email mit deinen Fragen oder Anregungen an kontakt@niclasflenter.com oder verwende mein Kontaktformular.

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